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Monthly Archives: Mai 2018

Ideen für einen Putzplan

Du hast keine Lust selber zu lesen? kein Problem, ich lese den Artikel vor.

Ideen für einen Putzplan

Vorlagen für einen Putzplan für die Hausarbeit gibt es ausreichend.
Doch welcher ist der Richtige? 
Das hängt in erster Linie davon ab, wo und wie man wohnt. Der Putzplan für eine Familie,
für einen Single Haushalt oder eine WG unterscheidet sich natürlich wesentlich. 
In einer Wohngemeinschaft oder Familie werden die Aufgaben aufgeteilt während der
Single für alles allein zuständig ist. 
Einen Eingangsbereich, also Flur oder Diele, Küche,
Bad und Wohn- und Schlafzimmer haben aber grundsätzlich alle. 
Ordnung, Sauberkeit
und Hygiene sind ebenfalls für alle wichtig und sorgen für innere Ruhe und mehr
Selbstwertgefühl. 
Schiebt man alles planlos vor sich her und will es irgendwann mal machen,
wird das nie richtig was werden. 
Es muss eine Übersicht mit einer Zielsetzung her, die man
abhaken kann. Sie hilft, die Wohnung sauber zu halten und sorgt dafür, dass letztendlich
mehr von unserer wertvollen Zeit für Entspannung und andere Aktivitäten bleibt.

Hier ist der grobe Überblick zusammengefasst, was alles wie oft gereinigt werden sollte.

Täglich

  • Küchentheke wischen

  • Spüle mit Spülmittel und heißem Wasser reinigen

  • Müll ausleeren

  • Bett machen

  • Geschirrspüler einräumen und entleeren 

  • Stellenweise staubsaugen und fegen

  • Lüften

  • WC mittels WC-Reiniger, Bürste und Lappen reinigen

  • Waschbecken auswischen

  • Wasserhahn polieren

Wöchentlich

  • Alle Teppiche absaugen

  • Böden aufwischen

  • Wäsche waschen, trocknen, bügeln und wieder an Ort und Stelle einräumen

  • Toilette, Waschbecken, Dusche, Badewanne samt Armatur und Badezimmerspiegel reinigen

  • Toilettenpapier nachfüllen

  • Regale und Möbel abstauben

  • Fernseher und Fernbedienung entstauben und reinigen

  • Türgriffe und Lichtschalter abwischen

  • Einkaufsliste für den Wochenendeinkauf schreiben

  • Aufräumen

  • Müll wegbringen

  • Altglas entsorgen und gelben Sack wechseln

  • Papierkorb leeren

  • Blumen gießen

  • Spinnweben entfernen

Putzplan wöchentlich

Monatlich

  • Küchengeräte wie Mikrowelle, Herd, Geschirrspüler, Dunstabzugshaube, Kaffeemaschine, Wasserkocher, Kühlschrank, Allesschneider oder Toaster reinigen

  • Andere Geräte abstauben (Fernseher, Monitore, etc.)

  • Fugen reinigen (speziell Badezimmer)

  • Sockelleisten reinigen

  • Alte Zahnbürsten gegen neue austauschen

  • Waschmittel Schublade und Flusensieb der Waschmaschine reinigen

  • Betten beziehen

  • Türen und Fensterbretter abwischen

Quartalsweise

  • Herd Entlüftung reinigen

  • Backofen reinigen

  • Fenster, Vorhänge und Jalousien putzen

  • Gardinen waschen

  • Fliesen in Küche und Bad reinigen

  • Conditioner im Wasserbett auffüllen, den Topliner mit Vinylreiniger und Vinylcreme pflegen

  • Bilder an den Wänden entstauben

  • Leuchtmittel kontrollieren und gegebenenfalls auswechseln

Halbjährlich oder Jährlich

  • Schränke ausräumen, auswischen, Sachen aussortieren und in die Kleiderspende geben, Schränke wieder einräumen

  • Heizkörper reinigen

  • Lampen gründlich sauber machen

  • Keller und Dachboden entrümpeln, Spinnweben entfernen und fegen

  • Garage aufräumen, Spinnweben entfernen und fegen

  • Matratzen absaugen und umdrehen

  • Balkon oder Terrasse mit Seifenwasser schrubben

  • Gartenmöbel säubern und pflegen

  • Schubladen ausräumen und auswischen

  • Polstermöbel reinigen

  • Nicht mehr benutzte Schuhe entsorgen

  • Möbel polieren oder entsprechend pflegen je nach Material

  • Tiefkühltruhe abtauen und grundreinigen

  • Schuhschränke ausräumen, aussaugen und gründlich reinigen

  • Schuhputz Behälter ausräumen, auswaschen, eingetrocknete Schuhcreme wegschmeißen, Bürsten überprüfen und alles wieder sauber einräumen

  • Batterien aller Fernbedienungen prüfen

Das ist jetzt eine natürlich nicht vollständige Aufzählung. Gehören Kinder und/oder
Haustiere zum Haushalt, so muss der Putzplan noch um etliche Punkte erweitert werden. 
Es macht auch einen Unterschied, ob man in einer Mietwohnung oder in einem Haus
mit Grundstück wohnt.

Staubwischen

Beautiful young woman makes cleaning the house. Girl rubs dust.

Abschließend noch einige Tipps

Vielen fällt das Putzen in bequemer Kleidung und bei Musik einfach leichter.
Wenn das auch bei dir der Fall sein sollte, dann halte es auch unbedingt so.
Es sollte alles so einfach wie möglich und so bequem wie möglich erledigt werden. 
Bevor man anfängt sauber zu machen, ist es wichtig, zuerst Ordnung zu machen, also
aufzuräumen. Das erleichtert die Arbeit und man bekommt einen besseren Überblick.
Dann stellt man sich die Putzutensilien bereit und beginnt mit der Reinigung.
Beginne mit den Zimmern und putze Küche und Bad zum Schluss, denn den Putzeimer
füllt man in der Spüle oder im Bad. Werden zuerst Küche und Bad gereinigt, so wird es
dort wieder schmutzig und man tritt quasi seine eigene Arbeit mit Füßen. Und das willst
du ja schließlich vermeiden. 
Eine weitere Regel beim Putzen ist die, dass man von oben
nach unten und von innen nach außen putzt. 
Manche Leute vertreten die Meinung,
dass man sich im Haushalt nur mit Dingen umgeben soll, die einen glücklich machen.
Da ist durchaus was Wahres dran. Für Minimalisten ist dies eine Lebenseinstellung.
Es lohnt sich, darüber nachzudenken und mal zu praktizieren. 
Versuche es einfach mal. 
Für den Anfang ist das Badezimmer ein überschaubares Projekt und in der Regel auch mit
einigem Potential.

#Tipps

Nehme jeden einzelnen Gegenstand in die Hand und frage dich, ob du ihn brauchst,
überhaupt noch benutzt und ob er dich glücklich macht.
Brauchst du eine Bodylotion, die ein klebriges Gefühl auf der Haut hinterlässt und
auch schon etwas muffig riecht? Natürlich nicht!
Brauchst du ein Shampoo, das deine Haare nicht glänzen sondern spröde wirken
lässt?Natürlich nicht!
Brauchst du ein überlagertes Parfüm, das auch nicht mehr gut riecht? Natürlich nicht!
Streichst du dir noch halb eingetrockneten Nagellack auf die Fingernägel? Bestimmt nicht, oder?
Benutzt du noch das Duschgel, das deine Haut zum Jucken bringt? Ganz bestimmt auch nicht, oder?
Brauchst du wirklich Kunstblumen im Bad, die eigentlich nur Staubfänger sind?

#Tipps

Das ist eine sehr persönliche Frage, die sich jeder selbst beantworten muss.
Benutzt du tatsächlich die ganzen Kämme und Bürsten, obwohl du eigentlich immer nur
den einen Kamm und deine Lieblings Bürste benutzt? Das weißt nur du allein!

Was machst du mit Mascara, die steinhart eingetrocknet ist? Die Entscheidung liegt bei dir!

Weisst du, dass Kosmetikartikel auch ein Verfallsdatum haben und abgelaufene Kosmetik
der Haut schaden kann?

Du hast noch jede Menge gratis Proben von Parfüm, Kosmetik und sonstigen
Drogerieartikeln seit ewiger Zeit unbenutzt im Schrank?

In der Waschtasche findest du noch vom letzten Urlaub eingetrocknete Zahnpasta.

So könnte man die Liste noch weiter fortsetzen mit den Putzmitteln, Lappen,
Handtüchern, Duschvorleger und allen anderen Dingen, die sich so im Bad befinden.

Den ganzen alten und vergammelten Kram will eigentlich keiner haben und trotzdem
wird er gehortet. Das ist ein Phänomen in vielen Haushalten. Wenn du dich jetzt
angesprochen fühlst, bist du also kein Einzelfall.

Aber was kann man machen? Hier ist meine Empfehlung:

Räume einfach mal alles aus deinem Badezimmer Schrank raus und mache ihn schön
sauber. Verschaffe dir einen Überblick über die angehäuften Produkte.
Dann schaue dir an, was vom Inhalt überhaupt noch brauchbar ist. Mache also eine
kleine Inventur. Welche von den Produkten sind abgelaufen, eingetrocknet oder
werden einfach nicht benutzt? 

All die oben genannten und teilweise schon ekligen und keimigen Tuben, Fläschchen,
Döschen und sonstigen Verpackungen will man in einen sauberen und frisch riechenden
Schrank auf keinen Fall mehr haben. Nehme jedes Teil in die Hand und entscheide dich,
ob du es wegwirfst oder ihm einen festen Platz gibst. 
Je mehr du dich für das Wegwerfen
entscheidest, umso besser wirst du dich hinterher fühlen, weil mit unnötigen Dingen
angehäufter Ballast belastend ist und auch krank machen kann. 
Je weniger Dinge man hat,
umso weniger muss man auch aufräumen und sauber machen. 
Sortiere und entsorge
großzügig. Deine Haut wird es dir danken.

Das gleiche, was du mit den Kosmetikartikeln gemacht hast, machst du jetzt mit den
Putzmitteln. Nutzt du alle Putzmittel, die du dir für die Sauberkeit des Bads angeschafft
hast oder stauben einige nur vor sich hin?

#Tipp

Frage dich auch, ob du die ganzen chemischen
Mittel verwenden möchtest oder alternativ auf selbst gemachte Reinigungsmittel
umstellen möchtest. Um die Chemie im Haushalt etwas zu reduzieren, kannst du dir
beispielsweise einen WC-Reiniger selber machen. Dazu brauchst du:
 

2 EL Speisestärke                                                                                                                                                                         
2 EL Zitronensäure                                                                                                                                                                      
10 ml Spülmittel                                                                                                                                                                        
500 ml Wasser                                                                                                                                                                              
100 ml abgekochtes Wasser (dient der längeren Haltbarkeit) 

und je nach Geschmack ätherisches Öl.
Alles zusammen wird in einem Topf vermischt und unter ständigem Rühren kurz aufgekocht,
bis sich eine zähe und milchige Masse ergibt. Den fertigen WC-Reiniger füllst du dann
anschließend in eine ausgediente Flasche eines herkömmlichen WC-Reinigers. 
Wenn du mit den Reinigungsmitteln fertig bist, inspizierst du die Handtücher, den
Duschabzieher und die Duschvorlage.            
Ist bei dir und deinen Handtüchern alles Ton in Ton oder hast du eine bunt
zusammengesetzte Sammlung verschiedenfarbiger Handtücher?
Alte, fleckige oder gar löchrige Handtücher sollten sofort ausgetauscht werden.
Durch Feuchtigkeit und Seifenreste auf den Handtüchern können Bakterien und Schimmel
entstehen. Deshalb wechsele das Handtuch öfter und wasche es bei mindestens 60 Grad.
Für ein perfektes Wischergebnis an den Duschwänden und Fliesen ist auch ein guter
Duschabzieher erforderlich. Das weiche Gummi des Wischers reißt mit der Zeit ein.
Ersatzlippen sind im Handel erhältlich und auch problemlos austauschbar.
Ich persönlich würde mir diese Fummelei nicht antun und den alten Wischer
grundsätzlich durch einen neuen ersetzen. Das erspart Zeit und der Preisunterschied ist
gering.  

Weitere Empfehlung

Jetzt musst du nur noch einen Blick auf den Duschvorleger werfen.
Prüfe, ob er noch seine Form und Farbe hat und auch noch schön flauschig ist.
Ist das nicht mehr der Fall, dann entsorge ihn und gönne dir einen neuen.

Hast du für sämtliche Sachen, also für jedes einzelne Teil, im Bad die Entscheidung getroffen,
es wegzuwerfen oder zu behalten und einen festen Platz dafür bestimmt, bist du mit dem
Aufräumen fertig. So einfach ist das. Gehe die ganze Sache entspannt an und setze dich
nicht unter Druck, denn oft sind es nur wenige Handgriffe.


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