Frühjahrsputz für Balkon und Terrasse

Nach dem langen und kalten Winter, den wir überwiegend in der warmen Stube verbracht haben,
warten wir sehnsüchtig darauf, endlich wieder auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten zu
sitzen und die wohlige Wärme der Sonne zu genießen.

Doch ehe wir zum Genießen kommen, müssen erst die Spuren des Winters beseitigt werden und
einiges für unsere Wohlfühloase getan werden. Der Frühjahrsputz steht an und sobald die
Temperaturen es zulassen, können wir starten.
Die wichtigsten Utensilien stellen wir uns bereit:

Abfallbehälter
Eimer mit Seifenwasser
Wurzelbürste
Schrubber
Kärcher/Hochdruckreiniger
Handfeger
Wischmop
Mikrofasertuch
Kunststoffreiniger für Gartenmöbel aus Kunststoff
Holzöl oder Lasur für Gartenmöbel aus Holz
Essigwasser
Blumenerde und Pflanzen

Inhaltsverzeichnis

Bodenpflege leicht gemacht
Gartenmöbel reinigen und pflegen
Blumenkästen aufhübschen
Pflanzkübel wieder erstrahlen lassen

Bodenpflege leicht gemacht

Bevor wir unsere Gartenmöbel aufstellen können, muss der Boden gereinigt werden.
Zunächst werden Laubreste und sonstiger Schmutz aufgefegt. In Abhängigkeit vom
Material des Bodens ist eine unterschiedliche Herangehensweise erforderlich.

Steinplatten

Böden aus Fliesen oder Steinplatten werden im Herbst auf den Winter vorbereitet.
Dazu ist es notwendig, das Unkraut, Herbstlaub und sonstige Pflanzenreste zu entfernen,
um Moos, Algen und Schimmel keine Chance zu geben. Die Abdrücke von den
Pflanzkübeln können bequem aufgefegt werden. Vorhandene Kalkablagerungen
werden mit Essigwasser weggewischt aber nur an den Stellen, an denen sich Verfärbungen
zeigen. Ansonsten sind Essig- oder Zitronenreiniger nicht für die Reinigung von
Steinplatten geeignet. Das Säubern der Fugen und des Bodens im Herbst hat auch den
Vorteil, dass man im Frühjahr weniger putzen muss.

Das Auskratzen der Fugen mit einem speziellen Fugenkratzer ist zwar mühsam aber
lohnenswert. Unterlässt man das Auskratzen, so bildet sich in den Fugen Humus, der dann
wieder ein idealer Nährboden für neues Unkraut bildet. Und genau das wollen wir ja vermeiden.

Also überwindet den inneren Schweinehund im Herbst, damit es im Frühjahr leichter wird.

Zur Sicherheit beim Begehen haben die meisten Steinplatten eine raue Oberfläche, auf der
sich wiederum sehr gerne und hartnäckig Schmutz und Moos besonders gut festsetzen.
Wer einen Hochdruckreiniger zur Hand hat, kann mit ihm dem Schmutz zu Leibe rücken.
Ein Hochdruckreiniger erleichtert zwar die Arbeit, ist aber auch kein Wundermittel.

Als Alternative eignen sich biologisch abbaubare Steinreiniger und eine Wurzelbürste.
Steinreiniger entfernt jegliche Art von Schmutzbelag, Witterungsrückstände, Öl- und
Schmierspuren oder auch Gummiabrieb.
Aber Achtung: für verschiedene Steinarten gibt es auch verschiedene Steinreiniger.
Nicht jeder Steinreiniger ist für jeden Stein geeignet. Es gibt ihn nicht, den
Alles-Steinreiniger.Ich persönlich nehme für meine Steinplatten gerne auch mal eine Lauge
aus Waschpulver, weiche die Platten zwei oder drei Stunden ein und gehe dann mit einem
Schrubber oder bei hartnäckigen Flecken mit einer Wurzelbürste rüber.

 


Holzbeläge

Eine Holzterrasse strahlt Wärme und Gemütlichkeit aus, benötigt aber auch eine besondere
Pflege. 
Zunächst muss hier genau wie bei den Steinplatten der Schmutz erstmal entfernt
werden. Dazu fegt oder bürstet man das Holz ab und spült es hinterher mit Wasser ab.  
Mit Hochdruckreinigern sollte man sich bei Holz eher zurückhalten, weil durch den
Druckstrahl die Oberfläche stark aufgeraut werden kann.
Nach dem Reinigen und Trocknen kann eine witterungsfeste Lasur aufgetragen werden,
um die Lebensdauer zu verlängern. 
Außerdem wird das Holz bei Behandlung mit einem
umweltverträglichen Pflegeöl vor Fäulnispilzen geschützt.

Terrassendielen aus WPC

WPC ist eine Holz-Kunststoff-Verbindung und steht für Wood-Plastic Compound.
Auch wenn dieses Material als pflegeleicht gilt, bleibt es vor Verschmutzungen nicht
verschont. 
Es gelangen auch Laub, Fettspritzer vom Grillen oder andere Schmutzteile
auf die Oberfläche und selbst Vogelschmutz kann man nicht vermeiden.
Lang anhaltende Feuchtigkeit führt in Verbindung mit Laub oder anderen Gartenabfällen
aber auch hier zur Schimmelbildung. Deshalb sollte die regelmäßige Pflege und
Reinigung nicht als lästig empfunden werden. Wir wollen es ja schön und gepflegt haben.
Bei einer überdachten Terrasse ist der Pflegeaufwand höher, weil Verschmutzungen nicht
durch Regenwasser weggespült werden können.
Zur normalen Pflege reicht es aus, wenn man mit einem Besen regelmäßig die Fläche fegt.
Hat sich gerade viel Blütenstaub auf die Fläche gelegt und Regen ist nicht in Sicht, so
reinigt man die Dielen einfach mit einer Seifenlauge und Bürste und spritzt sie danach mit
dem Gartenschlauch ab.
Spezialreiniger nimmt man eher für überdachte WPC-Terrassen, weil hier der natürliche
Abbau von Flecken eher nicht möglich ist.
Wer auf Nummer sicher gehen will, der kann sich eine spezielle Imprägnierung kaufen
und diese auftragen.
Mit Hochdruckreinigern sollte man bei diesem Material eher zurückhaltend sein, weil
durch den Strahl die Oberfläche aufgeraut werden kann.
Für die Reinigung des Balkons eignen sich nach alt bewährter Art der Schrubber mit
Lappen, ein Wischmop oder auch ein Dampfreiniger

Gartenmöbel reinigen und pflegen

Die Terrasse strahlt wieder und wartet nun darauf bestückt zu werden mit Gartenmöbeln
und Accessoires. Diese werden also aus ihrem Winterquartier geholt und für die Saison
wieder schmuck gemacht.
Egal wo und wie man sie eingelagert hat, der Winter hinterlässt immer Spuren an den
geliebten Gartenmöbeln.
Wir starten mit einem Handfeger und entfernen erst mal den Staub und sonstigen Schmutz.
Mit einem Mikrofasertuch und Seifenwasser werden die Gartenmöbel dann abgewischt,
egal ob Kunststoff, Aluminium oder Holz.
Scheuerschwämme oder sonstige Scheuermittel sind für alle Gartenmöbel tabu!
Abhängig vom Material kommen nun weitere Pflegemittel zum Einsatz.
Gartenmöbel aus Holz benötigen in der Regel eine zusätzlich Pflege durch Holzöl oder Lasur.
Für die unterschiedlichen Holzsorten gibt es natürlich auch unterschiedliche Pflegemittel,
auf die ich hier jetzt nicht speziell eingehe. In der Regel kennen die Besitzer ihr spezielles
Holz und wissen, wie man es pflegen sollte. Wichtig ist, dass hiermit an die Pflege der
Holzmöbel überhaupt erinnert werden soll.

Werden Gartenmöbel aus Plastik mit einem Kunststoffreiniger oder Fettlöser aufgefrischt,
muss man sie danach gründlich abspülen.
Ich persönlich habe sehr gute Erfahrung mit Cockpit-Spray gemacht. Durch Zufall probierte
ich das Cockpit-Spray an einer verblassten Gartenbox aus und war über das Ergebnis
sehr angenehm überrascht.

Blumenkästen aufhübschen

Der Boden und die Gartenmöbel machen wieder einen frischen Eindruck und brauchen
jetzt als nette Ergänzung ein paar Farbtupfer.
Blumenkästen an Balkons sind immer eine Augenweide aber sie müssen auch sicher
angebracht sein und dürfen keine Unfallquelle darstellen. Sie sind in der Regel aus Holz,
Kunststoff, Terrakotta oder verzinkten Stahl in einfacher Ausführung oder mit
Erd-Bewässerungs-System.
Damit man lange Freude an den Blumenkästen hat, sollte man sie auch pflegen.
Nach dem langen Winter werden sie auch abgefegt und vom Schmutz befreit und die
abgetrockneten Pflanzenreste entfernt man einfach. Gegebenenfalls muss die Pflanzenerde
erneuert werden.
Balkonkästen mit regulierter Vorratsbewässerung und integrierter Ablauffunktion erleichtern
die Pflege der Pflanzen.
Damit das sommerliche Flair auf dem Balkon Einzug halten kann, sorgen wir durch die
Auswahl der Pflanzen für das entsprechende Blütenmeer. Im Frühling halten meist Primeln,
Osterglocken und Stiefmütterchen Einzug in die Balkonkästen. Weil man nach dem langen
Winter einfach warme und fröhliche Farben bevorzugt, sind Primeln in Gelb, Orange oder
auch zweifarbig sehr beliebt. Bei den Sommerblumen fällt die Wahl oft auf Geranien,
Fuchsien, Begonien und Petunien.
Zum Naschen eignen sich natürlich auch Tomaten- und Erdbeerpflanzen oder Kräuter.
Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt und experimentieren macht auch noch Spass.
Egal welche Pflanzen in die Kästen kommt, achte auf das reichliche Angießen der Pflanzen.

Pflanzkübel wieder erstrahlen lassen

Wer einen Garten sein eigen nennt, kann etwas großzügiger mit Bepflanzung sein und
ihn mit schmuck gestalteten Pflanzenkübeln erstrahlen lassen.
Pflanzenkübel gibt es in allen möglichen Formen und Farben aus Holz, Keramik, Rattan
oder Kunststoff beispielsweise und mit oder ohne Rankengitter. Im Frühjahr werden sie
aus ihrem Winterquartier geholt, denn nicht alle Kübel sind winterfest.
Wir gehen wieder wie oben vor und fegen erst den Schmutz ab und wischen dann mit
einem in Seifenwasser getränkten Mikrofasertuch rüber.
Bei Kübeln aus Keramik oder Terrakotta setzen sich gerne Kalkablagerungen ab.
Die beseitigt man am besten vorsichtig mit etwas Essigwasser.
Die Erde muss erst erneuert werden, wenn der Erdballen ganz durchwurzelt ist oder die
Pflanze zu kümmern beginnt. Dann erst wird es Zeit zum Umtopfen, am besten im April
oder Mai.
Weil das Erdvolumen sehr begrenzt ist, müssen die Pflanzen am besten mit Flüssigdünger
bis August gedüngt werden.
Kübelpflanzen sind oft Exoten aus dem Süden wie Oleander, Hibiskus, Lavendel,
Zypresse oder Limette.
Pflanzenkübel und Pflanzentröge sind mit einer hübschen Bepflanzung sehr dekorativ
und ziehen den Blick jeden Besuchers an.
Ich habe zum Beispiel in drei verschieden großen Keramikkübeln Bergenien gepflanzt,
die sehr dekorativ aussehen.
Wer Gartendeko liebt, kann diese nun noch geschickt zwischen oder neben den Pflanzenkästen
und Pflanzenkübeln platzieren. Erlaubt ist natürlich alles, was gefällt – vom Windrad, über
Solarleuchten in den vielfältigsten Varianten bis hin zu Gartenfiguren.

Ich persönlich habe seit vielen Jahren eine 1,50 m hohe Frauenskulptur aus Steinguss,
wetterfest frostfest und patiniert mit einem Gewicht von 140 kg. Sie hat schon für viel
Gesprächsstoff und gute Laune gesorgt und ist einfach ein Hingucker.

Jutta Martin
 

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